Wozu eine Bauhütte?

Bauhütte Südliche Friedrichstadt am ehemaligen Blumengroßmarkt

Das Projekt Bauhütte wurde 2012 in einem Werkstattprozess im Rahmen des Programms LSK - lokales Kapital für soziale Zwecke entwickelt. Ziel des Projektes ist es, von 2015 bis 2017 einen lebendigen Anlaufpunkt als Zwischennutzung im Besselpark zu schaffen, der begleitend zur Baufeldentwicklung am ehemaligen Blumengroßmarkt - jetzt Akademie des Jüdischen Museums - folgende Funktionen erfüllt:
  • Bürgerbeteiligung und Dialoge zur Quartiersentwicklung in der Südliche Friedrichstadt, insbesondere im Sanierungsgebiet
  • Kuratierte Veranstaltungen zu Stadtentwicklungsthemen, mit Quartiersbezug und darüber hinaus 
  • Zwischennutzungsprojekte rund um den Blumengroßmarkt zur Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts
  • Initiieren von Bildungs- und Gesundheitsprojekten für und von Bürgern aller Altersgruppen 
  • Plattform für ansässige und zukünftige Gewerbetreibende der Südlichen Friedrichstadt
  • Initiieren von Arbeitsperspektiven für und von Bewohnern der Südlichen Friedrichstadt über lokale Projekte
Die Bauhütte ist eine Organisation auf Zeit und gleichzeitig ein kleines Gebäude neben den zukünftigen Baustellen, das allen Akteuren der Quartiersentwicklung als Arbeitsort und Schnittstelle untereinander zur Verfügung steht.

Städtebau und gesellschaftlicher Zusammenhalt werden in der Bauhütte zusammen gedacht: Anwohner und Neuansiedler lernen sich kennen und können voneinander profitieren. Die Bauhütte informiert nicht nur über das Baugeschehen und über zukünftigen Nutzungen.

Über die Funktionen einer Infobox hinaus, ist sie Ort für Jugendprojekte, Gewerberaumentwicklung u.a.. Ein Café, betrieben von Jugendlichen, unterstützt diese Prozesse und soll zu einer Bauküche für Bauarbeiter werden. Die Gestaltung der Bauhütte erfolgt in einem kreativen Prozess mit Nachbarn, Gewerbetreibenden aus dem Quartier und Partnern des Projektes.

Die Aktivitäten der Bauhütte fördern ökonomische Teilhabe und soziale Integration in der Südlichen Friedrichstadt, in der viele Menschen von Arbeitslosigkeit und sozialer Exklusion betroffen sind. Die Bauhütte liegt im Sanierungsgebiet Südliche Friedrichstadt.

Welche konkreten Projekte und Maßnahmen umgesetzt werden sollen, sowie über die inhaltlichen Schwerpunkte der Bauhütte entscheidet ein monatlich tagender Jour Fixe, dem Vertreter der Bauherren, des Bezirksamtes sowie Anwohner und Akteure aus dem Quartier angehören.

Die Realisierung des Projektes wird zu ca. 50% durch die Bauherren der Baufelder um die ehemalige Markthalle herum finanziert (Frizz23, Metropolenhaus am Jüdischen Museum, Integratives Bauprojekt am ehem. Blumengroßmarkt und TAZ). Ca. 25% Teilfinanzierung erfolgt aus Sanierungsmitteln des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg. Weiter 25% werden über Eigenleistung der Mitlieder der Bauhütten GbR und anderer Partner erbracht.

Die Bauhütte als Projekt ist im März 2014 gestartet. Im Mai 2015 wurde das Gebäude der Bauhütte aufgestellt. Bis dahin fanden Veranstaltungen der Bauhütte an verschiedenen Orten in der Südlichen Friedrichstadt statt.
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